183 m Gleis, davon 120 m Fahrweg im Ring
35 m Zubringer
6-st. Lokschuppen
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3 Weichen

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Königliche (Preußische) Militäreisenbahn (K.M.E)

 

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Königliche Militäreisenbahn (K.M.E.)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Königlich Preußische Militär-Eisenbahn
1875–1918/19

 

Militärbahnhof Berlin in Schöneberg 1902

Kursbuchstrecke (DB):

zuletzt 206.31 Zossen–Jüterbog

Streckennummer:

6514 Zossen–Jüterbog

Spurweite:

1435 mm (Normalspur)

Die Königlich Preußische Militär-Eisenbahn, auch Königliche Militär-Eisenbahn (K.M.E.) genannt, war eine staatliche, vom preußischen Heer betriebene Bahnstrecke zwischen Schöneberg (heute: Berlin) und Kummersdorf, die später nach Jüterbog verlängert wurde.

Geschichte

Errichtung der Strecke

Nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges sollte den Eisenbahntruppen mit dieser Strecke ein Übungsgelände zur Verfügung stehen, da sich in den vorangegangenen Kriegen die strategische Bedeutung der Eisenbahn erheblich erhöht hatte. Am 9. Januar 1873 wurde die Berlin-Dresdner Eisenbahn vom Kriegsministerium verpflichtet, westlich ihrer Gleise eine Trasse für die ausschließlich militärische Nutzung durch das Eisenbahn-Bataillon zu bauen. Am 26. Februar 1874 wurde dafür der Bau einer 45,6 km langen Bahnstrecke vom Militärbahnhof (Schöneberg) zum Artillerie-Schießplatz bei Kummersdorf angeordnet und am 15. Oktober 1875 eröffnet. Die Strecke verlief bis Zossen etwa 30 km parallel zur Strecke der Berlin-Dresdner Eisenbahn und bog dann in südwestlicher Richtung ab. Am 1. Mai 1897 wurde sie um weitere 25 km bis Jüterbog Militärbahnhof verlängert. Die dem Militärfiskus gehörende Bahn wurde von der Königlichen Direction der Militäreisenbahn verwaltet.

Ebenfalls 1897 erfolgte der Einbau einer dritten Schiene in das Gleis zwischen Rehagen-Klausdorf und Klausdorf für einen parallelen Schmalspur-Versuchsbetrieb, der aber um 1900 wieder eingestellt wurde. Die dritte Schiene wurde wieder entfernt.

Zivile Nutzung

Im Interesse der anliegenden Gemeinden und auf Drängen der Berlin-Dresdener Eisenbahn wurde zunächst auch der öffentliche Güterverkehr durch die Militäreisenbahn zwischen Berlin und Zossen zugelassen, zwischen Zossen und Kummersdorf Schießplatz dann auch der Personenverkehr. Ab 1. November 1888 wurde auch zwischen Berlin und Zossen der Personenverkehr zugelassen. Am 1. Oktober 1891 wurde auf der Bahn ein besonderer Vororttarif zwischen Berlin und Zossen eingeführt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs untersagte der Versailler Vertrag dem Deutschen Reich auch den Weiterbetrieb der Militäreisenbahn. Die Nutzung der Anlage wurde ab 1919 der Preußischen Eisenbahndirektion, später der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft und ab 1937 der Nachfolgegesellschaft Deutsche Reichsbahn übertragen. Der Streckenabschnitt von Berlin-Militärbahnhof nach Zossen wurde schon 1919 demontiert, da hier die parallele Berlin-Dresdener Eisenbahn genutzt werden konnte.

Auf dem verbliebenen Abschnitt von Zossen nach Jüterbog fand noch bis in die 1990er Jahre Personenverkehr statt. Am 2. Juni 1996 wurde schließlich der Personenverkehr auf dem Abschnitt Sperenberg–Jüterbog eingestellt, dem folgte die Einstellung des letzten verbliebenen Streckenabschnitts von Zossen nach Sperenberg am 18. April 1998. Der Güterverkehr wurde am 2. Juni 1996 auf dem ganzen Abschnitt Zossen–Jüterbog eingestellt.

Schnellfahrversuche

Ab 1901 erfolgten zwischen Marienfelde und Zossen Versuche mit elektrischen Fahrzeugen sowie Schnellfahrversuche. Die Strecke wurde dafür durch die am 10. Oktober 1899 gegründete Studiengesellschaft für elektrische Schnellbahnen (u.a. AEG und Siemens & Halske) auf einer Länge von 33 km mit 10 kV Drehstrom / 50 Hz elektrifiziert, wobei die dreipolige Oberleitung in etwa 5 bis 7 m Höhe seitlich vom Gleis geführt wurde. 1901 wurden auf dieser Strecke erstmals Geschwindigkeiten von mehr als 160 km/h erreicht, nach Verbesserung des Oberbaus und der Fahrzeuge wurde am 7. Oktober 1903 erstmals die 200-km/h-Marke überschritten. Am 27. Oktober 1903 stellte schließlich der Versuchstriebwagen der AEG mit 210,2 km/h einen neuen Weltrekord auf.

1904 wurden auch Schnellfahrversuche mit den Versuchs-Dampflokomotiven des Typs S 9 unternommen.

Folgenutzung nach Stilllegung des Vollbahnbetriebs

Seit 2002 stehen die Bahnanlagen unter Denkmalschutz. Im Empfangsgebäude des Bahnhofs Sperenberg wurde eine Ausstellung zur Geschichte der K.M.E. eingerichtet. 2003 verkaufte die Deutsche Bahn AG die Strecke an die Erlebnisbahn GmbH & Co. KG mit Sitz im Bahnhof Mellensee-Saalow, die seitdem auf der Strecke Draisinenfahrten anbietet. Die Erlebnisbahn GmbH & Co. KG ist seit dem 27. August 2007 zugelassenes Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU). Die Bahnstrecke bleibt für Zugverkehr jedoch betrieblich gesperrt.

Literatur

  • Peter Bley: Königlich Preußische Militäreisenbahn. 125 Jahre Berlin – Zossen – Jüterbog. Alba Publikation, Düsseldorf 2000, ISBN 3-87094-361-0
  • Carsten Preuß: Die Königlich Preußische Militäreisenbahn (K.M.E.) als Versuchsstrecke. Hrsg. v. Förderverein Naturpark „Baruther Urstromtal“ e. V. Rose Werbung & Mehr, Zossen 2004.
  • Carsten Preuß, Hiltrud Preuß: Die Königliche Militär-Eisenbahn und ihre Empfangsgebäude. In: Brandenburgische Denkmalpflege. Berlin 16.2007, H.1, S.62–69. ISSN 0942-3397
  • Hille: Die Königlich Preußische Militär-Eisenbahn 1875–1900. Militärverlag, Berlin 1901.
  • Hans Georg Kampe: Preußische Eisenbahntruppen 1871-1945. Die Königliche Militäreisenbahn und die Eisenbahnübungsplätze im Süden Berlins. Projekt + Verlag Dr. Erwin Meißler, Berlin 1998, ISBN 3-932566-20-3
  • Kurt Pierson: Die Königl. Preußische Militär-Eisenbahn. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-87943-658-4
  • Bestimmungen über die Gewährung von freier Fahrt und Fahrpreis-Ermäßigung auf der Königlichen Militär-Eisenbahn. Reichsdruckerei, Berlin 1894.

Weblinks

Quelle: wikipedia

 

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