183 m Gleis, davon 120 m Fahrweg im Ring
35 m Zubringer
6-st. Lokschuppen
Drehscheibe
3 Weichen

2 Abstellgleise
Stellwerk
eine Brücke

website design software
Geschichte der JLKB
Besucherbetrieb mit 110 012-2 und Rekos möglich...
Kurze Güterzüge ...
Anfragen unter 03371/636432 ...

Gartenbahn Jänickendorf
Königliche (Preußische) Militäreisenbahn (K.M.E)

 

Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahnen (JLKB) Luckenwalde-Jüterboger Kleinbahn (LJK)
Luckenwalde-Jüterboger Eisenbahn (LJE)

Geschichte der Jüterbog Luckenwalder Kreiskleinbahnen und ihre Nachfolger

k_01(JLKB bis 1939

Heeresfeldbahnverwaltung bis 1945

LJK 1945

LJE 1946 bis 1965)

 

 

 

 

Aufgeschrieben von unserer Ortschronistin Gisela Bölke

Am 14. Mai 1897 beschloss der Kreistag Jüterbog / Luckenwalde  den Bau einer Kleinbahn mit einer Spurweite von 750 mm. Mit dem Bau der 80,3 km  langen Strecke (Dahme-Hohenseefeld-Jüterbog; Hohenseefeld- Luckenwalde;  Dahme-Görsdorf) wurde am 26. April 1899 begonnen. Schon am 20. Dezember 1900 war  sie fertig gestellt.
Notwendig hatte sich der Bau einer Bahn gemacht, da die Landwirte Probleme mit dem Abtransport ihrer Feldfrüchte hatten, deren Erträge  sich zu dieser Zeit, sicher auch durch neuere Technik, immer erhöhten. Gleichzeitig wurde die Bahn für den Persontransport freigegeben.
Bahnhofsgebäude gab es nur in Dahme, Jänickendorf, Jüterbog und  Luckenwalde. An den anderen Haltestationen wurden die Fahrkarten durch die  Betreiber anliegender Gasthöfe (man nannte diese "Bahnagenten") verkauft, die  sich gleichzeitig auch um die Erledigung der Frachtgeschäfte  kümmerten.
Gebaut hatte man die Gleisführung meist parallel zur Straße, teils  aber auch direkt durch die Ortschaften (z.B. Stülpe ).
Alle Züge setzten sich  jeweils aus einem Gepäck- und drei Personenwagen zusammen und - abhängig vom  Bedarf - einigen Güterwagen.
Abfahrtort war Dahme. In Hohenseefeld gab es eine  Gabelung der Gleise sowie einen Lokschuppen, in dem eine zweite Lokomotive  stand. Von da aus fuhr dann täglich dreimal die Hälfte des Zuges Richtung  Jüterbog, die andere Richtung Luckenwalde.
War Erntezeit, wurden noch  zusätzlich Güterzüge zu den Hauptbahnen eingesetzt.
Da nach dem 1. Weltkrieg  die Fahrzeugtechnik einen weiteren Fortschritt gemacht hatte, wurde die Bahn unrentabel. Ab dem 15. Januar 1932 wurde der Personentransport mit Omnibussen  durchgeführt. Am 15. Februar 1939 fand deshalb auch die letzte Fahrt mit  ausgesuchten Gästen in der mit Girlanden geschmückten Kleinbahn statt.
Für  1,45 Mill. Mark wurde die Bahn 1940 an die Wehrmacht verkauft und zur Ausbildung  von Eisenbahnpionieren durch diese genutzt.

Der Bau eines von Sperenberg kommenden "Zubringergleises"  mündete zwischen Jänickendorf und Holbeck in Form eines Gleisdreiecks in die alte Kleinbahntrasse. Der Bahnhof Luckenwalde wurde geschlossen. In Stülpe wurde das alte Gleis, wahrscheinlich wegen der schwerer gewordenen Zugmaschinen, die  Schwierigkeiten mit dem Befahren der sehr engen Kurve hatten, nicht mehr genutzt  und statt dessen ein Umgehungsgleis gebaut.
Im zweiten Weltkrieg kam es auch  zu Zerstörungen an der Kleinbahnstrecke; so wurde die Brücke zwischen dem Gleisdreieck und Sperenberg gesprengt, es existierten auch nur noch wenige  Güterloren sowie zwei intakte Personenwaggons.

Da  es nach dem Krieg an allem mangelte, fuhr der "Restbestand" am 8. Dezember 1945  in Form der noch vorhandenen Lok erstmals wieder, täglich abwechselnd, nach  Jüterbog und Luckenwalde.
Am 1. April 1949 kam die Kleinbahn in die Hände der  Deutschen Reichsbahn. Da die Nutzung durch Landwirtschaft und Personenverkehr  immer geringer wurde, war das Ende der Kleinbahn vorprogrammiert.
Am 25. Mai 1963 wurde wegen Unrentabilität der gesamte Reiseverkehr eingestellt.

Seit Februar 2001 wird das alte Gleisbett zwischen Jänickendorf  "Riesen" und alte "Försterei/Pechhütte" weiter nach Kolzenburg zu neuem Leben  erweckt.
Wie ich Ihnen in meinem Bericht vom Februar 2001 schilderte, wird es  hier bald wieder rollen - aber nicht auf Schienen, sondern auf Rädern, nämlich  auf dem neuen Rad- und Inlinerskaterweg, mit 170 km dem längsten  Deutschlands.

Bildergalerie zur Kleinbahn

Orts- Chronistin aus  Jänickendorf
Gisela Bölke

[Willkommen] [Geschichte der JLKB] [Kleinbahnhof] [Fahrzeuge] [Galerien] [Links JLKB]